BiowerkstoffeFachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Bioconcept-Car

Bioverbundwerkstoffe und nachhaltige Mobilität

Leichtbau ist die Schlüsseltechnologie für die Mobilität der Zukunft. Ohne Verbundwerkstoffe wiederum ist Leichtbau nicht machbar. Da Bioverbundwerkstoffe besonders nachhaltig und bei einer hohen technischen Performance kostengünstig sind, interessieren sich immer mehr Autobauer für diese Werkstoffgruppe.

Bioverbundwerkstoffe im Automotiv-Bereich

Mehr als ein Drittel der in Europa produzierten Bioverbundwerkstoffe wird im Automobil-Bereich eingesetzt. Allerdings ist davon nur ein Teil vollständig biobasiert, im Regelfall wird die Kunststoffmatrix noch auf Basis erdölbasierter Polymere hergestellt.

Bei den im Automobil-Bereich eingesetzten Bioverbundwerkstoffen handelt es sich fast ausschließlich um Naturfaserverbundwerkstoffe. Verbaut werden sie vor allem im Innenbereich der Autos.

Bioconcept-Car Porsche GT4 mit einer Karosserie aus Bioverbundwerkstoffen
Bioconcept-Car Porsche GT4 mit einer Karosserie aus Bioverbundwerkstoffen. Ein Förderprojekt des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Quelle: FNR/Norbert Breuer
Produktion von Bio-Verbundwerkstoffen in Europa 2018
Eine Motorhaube aus Bioverbundwerkstoffen setzen Musiker und Motorsportler Smudo (re.) und Thomas von Löwis of Menar (li.), Chef des Reutlinger Rennstalls Four Motors, in ihrem Porsche GT4 ein. Sie testen die Praxiseigenschaften dieser innovativen biogenen Werkstoffe, die von Forschern des Fraunhofer WKI mit Förderung des BMEL entwickelt werden. Quelle: Four Motors/flitzfoto
Eine Motorhaube aus Bioverbundwerkstoffen setzen Musiker und Motorsportler Smudo (re.) und Thomas von Löwis of Menar (li.), Chef des Reutlinger Rennstalls Four Motors, in ihrem Porsche GT4 ein. Sie testen die Praxiseigenschaften dieser innovativen biogenen Werkstoffe, die von Forschern des Fraunhofer WKI mit Förderung des BMEL entwickelt werden. Quelle: Four Motors/flitzfoto

Bioverbundwerkstoffe als Autokarosserie

Leichter als Glasfasern, billiger als Carbonfasern: Bioverbundwerkstoffe sind eine nachhaltige Alternative für leichte Fahrzeugkarosserien. Vor allem das geringe Gewicht macht sie attraktiv für die Autoindustrie, denn so werden ein niedriger Verbrauch und damit verbesserte CO2 -Werte bei Verbrennungsmotoren erreicht. Bei Elektromotoren sorgt das Leichtgewicht für größere Reichweiten.

Noch sind Bioverbundwerkstoffe nicht in den Karosserien von Straßenfahrzeugen zu finden. Aber unter den extremen Belastungen des Motorsports haben sie sich bereits bewährt.

Das Bioconcept-Car

Das schnellste Testlabor der Welt für eine nachhaltige Mobilität

Seit mehr als 15 Jahren setzt das Motorsportteam Four Motors mit seinem „Bioconcept-Car“-Projekt, bei dem Biokraftstoffe und Biowerkstoffe auf Basis nachwachsender Rohstoffe sowie Recyclingöle zum Einsatz kommen, konsequent auf Nachhaltigkeit im Motorsport. Aktuell fahren Four Motors und sein berühmter Fahrer, der Musiker Smudo, mit Rennfahrzeugen von Porsche, die den Nachhaltigkeitsansatz insbesondere in Sachen Leichtbau aktiv unterstützen.

Projektblätter

BMEL-Forschungsförderung „Bioverbundwerkstoffe für eine nachhaltige Mobilität“

  • Bioconcept-Car
    Laufzeit: 20.05.2011-31.01.2014
    Förderkennzeichen: 22009811
  • Nachhaltiger Biohybrid-Leichtbau für eine zukunftweisende Mobilität
    Laufzeit: 15.06.2017-15.10.2020
    Förderkennzeichen: 22007717
  • Biobasierte Harze für die serielle Verarbeitung faserverstärkter Bauteile
    Laufzeit: 01.10.2020-30.09.2023
    Förderkennzeichen: 2220NR094A, 2220NR094B
     

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