Biowerkstoffe Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.

 

Förderung

Innerhalb des Förderprogramms „Nachwachsende Rohstoffe“ fördert das BMEL Projekte im Bereich „Biobasierte Kunststoffe“ aktuell mit 64 Mio. €. Davon entfällt ein großer Teil auch auf die Entwicklung von biobasierten Kunststoff-Verpackungen.

Einige Beispiele aktuell geförderter Forschungsprojekte:

Aktualisierung und notwendige Weiterentwicklung des Biokunststoff-Tools zu am Markt bedeutenden Verpackungsstoffen, um die Verbreitung und Akzeptanz des Einsatzes von nachhaltigen biobasierten Verpackungsmitteln für Lebensmittel zu erhöhen (Förderkennzeichen 22019717)

Das Biokunststoff-Tool wurde im Rahmen des vom BMEL geförderten Projekts „Handlungsoptionen zum Einsatz von nachhaltig biobasierten Kunststoffen als Verpackungsmittel für Lebensmittel: Hilfestellung zur Entscheidungsfindung anhand eines Internetportals“ (Förderkennzeichen 22017912) entwickelt. Im nun aktuellen Projekt soll das Tool inhaltlich und datentechnisch aktualisiert und weiterentwickelt werden.

Zurzeit liefert das Tool Informationen über die fünf bedeutendsten Stoffgruppen Bio-PE, Bio-PET, Cellulose, PLA und Stärkeblends. Diese Informationen beziehen sich auf die vier Kriterien Ökologie, Sozialverträglichkeit, Sicherheit und Technik sowie Qualität. Als Entscheidungshilfe können die Stoffgruppen in ihrer Bewertung miteinander verglichen werden. Außerdem steht eine Checkliste als Hilfsmittel für die Entscheidungsfindung zur Verfügung.

Machbarkeitsuntersuchung: biobasierte biologisch abbaubare Peelsysteme für Verpackungen (Förderkennzeichen 22021916)

Peelsysteme sind im Verpackungssektor der Lebensmittelindustrie, insbesondere bei Kaffee, Wurst, Snacks und Fleisch, kaum mehr wegzudenken. Allerdings sind biobasierte Peelsysteme noch nicht am Markt verfügbar. Derzeit werden biobasierte Verpackungen meist für Lebensmittel-Container, Becher und für Flaschen verwendet. Für peelfähige Lebensmittelverpackungen wird aber ein siegelbarer Deckel benötigt. Biobasierte Siegelfolien werden derzeit nur vereinzelt angeboten, da sie eine eingeschränkte Peelperformance aufweisen.

Die Ergebnisse der Machbarkeitsuntersuchung werden demnächst veröffentlicht.

Machbarkeitsstudie: Thermochrome Kunststoffe aus natürlichen Rohstoffen (Förderkennzeichen 22023616)

Mit der Machbarkeitsstudie soll die Entwicklung eines thermochromen Kunststoffs auf Basis von Biopolymeren und natürlichen, nicht giftigen, farbgebenden Additiven getestet werden. Dabei kommen Rohstoffe zum Einsatz, deren Verfügbarkeit und Preis eine technische Umsetzung in konkurrenzfähige Produkte ermöglichen. Die Eignung von Anthocyanen sowie weiterer Natur- und Lebensmittelfarbstoffe für die Entwicklung dieser thermochromen Komposite und deren Anwendung in thermochromen Verpackungsmaterialien wird untersucht. Als Einsatzmöglichkeiten für diese thermochromen Materialien liegt der Fokus auf Verpackungsfolien für temperatursensitive Produkte der Medizin- und Pharma- sowie der Lebensmittelbranche. Am Ende der Machbarkeitsstudie steht eine klare Bewertung des technologischen Ansatzes bezüglich seines Potenzials und Entwicklungsstandes für eine Überführung in produktorientierte Entwicklungen mit Industriepartnern in Folgeprojekten.

Bioabbaubare biobasierte Kunststoffe – Handlungsempfehlungen (Förderkennzeichen 220201716)

Gegenstand des Projekts ist die Ermittlung des Wissensstandes zu biologisch abbaubaren biobasierten Kunststoffen und die Ableitung von Handlungsempfehlungen zu deren zweckmäßigen Einsatz. Der Fokus liegt hierbei auf der Vermeidung von Belastungen von Boden und Gewässern sowie von Anreicherungen dieser Kunststoffe und ihrer Abbauprodukte im Grundwasser, in Nahrungs- und in Futtermitteln.

Verbundvorhaben: Entwicklung neuartiger biobasierter Folien mit besonderen Barriereeigenschaften für Anwendungen im Lebensmittel- und Verpackungsbereich (Förderkennzeichen 22003018, 22015418, 2219NR025, 22015918, 22027518)

Mit Hilfe einer hybridpolymeren Beschichtung (OROMOCER®) soll eine biobasierte Folie für den Verpackungsbereich entwickelt werden, die über definierte Barriere-Eigenschaften verfügt und dennoch recycelbar ist. Allerdings gibt es bisher noch keine biobasierten Hybridpolymere (bioOROMOCER®). Diese sollen im Verbundvorhaben entwickelt und in einem einfachen und energiesparsamen Herstellungsverfahren mit PLA-Folien gekoppelt werden.

Präsentation zum BioConceptCar
Basisdaten Nachwachsende Rohstoffe
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