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Aus alt wird neu: Mehrfachnutzung spart Holz und bringt Plus fürs Klima

Charta-Arbeitsgruppe legt Empfehlungen für Kreislaufwirtschaft bei Holznutzung vor

Holz und Holzprodukte sollen länger als bisher im Wirtschaftskreislauf genutzt und effizient wiederverwertet werden. Das schont Ressourcen und verstärkt den Klimaschutzeffekt der Holzverwendung. Entsprechende Empfehlungen zur „Etablierung einer ressourceneffizienten Kreislaufwirtschaft bei der Nutzung von Holz“ legte jetzt die Arbeitsgruppe Material- und Energieeffizienz der Charta für Holz 2.0 des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) vor.

Die Charta-Arbeitsgruppe Material- und Energieeffizienz empfiehlt unter anderem Laub- und Altholz sowie Kalamitätsholz stärker als bislang im Wirtschaftskreislauf zu halten und die Nutzung von innovativen Produkten wie z. B. holzbasierten Kunststoffen stärker zu forcieren. Bereits das Produktdesign müsse als „Design for reuse and Recycling“ auf Weiter- und Wiederverwertbarkeit nach Ende eines Nutzungszyklus von Bauteilen, Möbeln, Holzprodukten und Verpackungen ausgerichtet werden.

Durch Aufbereitung von Abbruchholz und Sperrmüll könnten im Sinne des „Urban Mining“ verwertbare Holzsortimente generiert oder aus dem Altpapierkreislauf Ausgangsstoffe für weitere Papiererzeugnisse gewonnen werden, heißt es in den Empfehlungen weiter. 
Industrielle Holzfeuerungsanlagen zur Energieerzeugung seien weiter zu optimieren, so dass auch die in den Anlagen anfallende Asche verwertet werden könne.

Neben dem Ausbau von Aus- und Fortbildung zur zirkulären Wertschöpfung im Cluster Forst und Holz sowie der Verbraucherinformation empfiehlt die Arbeitsgruppe unter anderem, die Forschungsaktivitäten zur ressourceneffizienten Kreislaufwirtschaft zu verstärken. Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) hatte bereits am 1. Oktober 2020 einen Förderaufruf des BMEL zur „Recyclinggerechten Verwendung von Holz“ veröffentlicht.

Hintergrund:

Die Ressource Holz ist der wichtigste nachwachsende Rohstoff für die biobasierte Wirtschaft. Wird das Holz über einen Produktlebenszyklus hinaus genutzt, reduzieren sich Ressourcenverbrauch, Abfall und Emissionen; zusätzliche ökonomische Potenziale werden erschlossen.

Die Charta für Holz 2.0 des BMEL zielt darauf ab, die Nutzung dieses wertvollen Rohstoffes zum Klimaschutz und zur Stärkung der heimischen Forst- und Holzwirtschaft noch effizienter zu gestalten. Die Charta-Arbeitsgruppe Material- und Energieeffizienz unterstützt mit ihren Empfehlungen die Etablierung einer wissenschaftlich basierten ressourceneffizienten Kreislaufwirtschaft.

Die vollständigen Empfehlungen finden Sie hier https://www.charta-fuer-holz.de/fileadmin/charta-fuer-holz/dateien/aktivitaeten/20200920_Empfehlungen_der_AG_Effizienz_zur_Kreislaufwirtschaft_final.pdf.

Den Förderaufruf „Recyclinggerechte Verwendung von Holz“ lesen Sie hier: https://www.fnr.de/projektfoerderung/aktuelle-foerderaufrufe/#11697.

Die FNR ist seit 1993 als Projektträger des BMEL für das Förderprogramm Nachwachsende Rohstoffe aktiv. Sie unterstützt außerdem Forschungsthemen in den Bereichen nachhaltige Forstwirtschaft und innovative Holzverwendung.

Fachliche Ansprechpartnerin:
Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.
Maria Spittel
Tel.:    +49 3843 6930-335
E-Mail:    m.spittel(bei)fnr.de 

Pressekontakt:
Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V.
Martina Plothe
Tel.:    +49 3843 6930-311
Mail:    m.plothe(bei)fnr.de 

Die Verwendung der Fotos ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe Leon Klaßen.

PM 2020-66

Die fast 100 Quadratmeter große Trägerrostkonstruktion der „Infozentrale auf dem Vollgut“ besteht zu großen Teilen aus recycleten Altholzbalken aus Baustellenabfällen. Das rückbaubare Objekt wurde 2017/18 in Berlin-Neu-Kölln von Architekturstudenten als Seminarprojekt errichtet. Foto: Leon Klaßen

Die fast 100 Quadratmeter große Trägerrostkonstruktion der „Infozentrale auf dem Vollgut“ besteht zu großen Teilen aus recycleten Altholzbalken aus Baustellenabfällen. Das rückbaubare Objekt wurde 2017/18 in Berlin-Neu-Kölln von Architekturstudenten als Seminarprojekt errichtet. Foto: Leon Klaßen

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Basisdaten Nachwachsende Rohstoffe