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Projekte - Details

Verbundvorhaben: Biogene Hochleistungsverbundwerkstoffe für Strukturbauteile der Automobilindustrie aus schädigungsarm isolierter Hanf-Bastrinde mit Plasmabehandlung; Teilvorhaben 1: Biogene Verbundwerkstoffe - Akronym: HIPSTER

Anschrift
Technische Hochschule Bingen - Hermann-Hoepke-Institut (HHI)
Berlinstr. 109
55411 Bingen am Rhein
Projektleitung
Prof. Dr. Oliver Türk
Tel: +49 17 33045-997
E-Mail schreiben
FKZ
22007518
Anfang
01.03.2020
Ende
31.12.2023
Aufgabenbeschreibung
Ziel des Vorhabens war es, biogene Hochleistungs-Verbundwerkstoffe auf Basis von schädigungsarm isolierten Hanf-Bastrindenstreifen als Verstärkungsfaser sowie einem weitgehend biogenen Epoxidharz System auf Basis epoxidierter Pflanzenöle bis zum Demonstrator-Niveau (Automobilbauteil) zu entwickeln. Dabei wurden im anwendungstechnischen Labor des Großserien-Automobilherstellers Volkswagen AG (OEM = Original Equipment Manufacturer) Versuche zur Herstellung von Verbundwerkstoff-Bauteilen aus entsprechenden Verbundwerkstoff-Halbzeugen durchgeführt. Das dabei anzuwendende Verfahren war angelehnt an das SMC-Fließpress-Verfahren (SMC = Sheet Moulding Compound) und entsprach der Technologie in der Großserienherstellung von Fahrzeugen. Es war also ein Technologiereifegrad (TRL, Technology Readiness Level) von 3 angestrebt (Nachweis der Funktionstüchtigkeit einer Technologie). Das Projekt besaß eine große Wertschöpfungstiefe beginnend mit dem optimierten Hanfanbau, der Optimierung der Faser-Matrix-Wechselwirkung mittels inline-fähiger Atmosphären-druck-Plasmabehandlung der Hanf-Bastrinde, über die Halbzeug-Entwicklung und Verarbeitung zu Formteilen, der Analyse der Steifigkeit der entwickelten Formteile bis hin zum Verarbeitungs- und Funktionstest beim OEM. Das Forschungsprojekt HIPSTER hatte das Ziel, biogene Hochleistungsverbundwerkstoffe, die im Hinblick auf mechanische Eigenschaften mit Glasfaser-verstärkten Verbundwerkstoffen und in Teilaspekten mit Kohlenstofffaser-verstärkten Verbundwerkstoffen vergleichbar sind, unter ganzheitlicher Nutzung der Hanfpflanze zu entwickeln. Damit wurden hochwertige Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt.

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